Jahr Publikation:
Lisan Verlag, Basel (2006)
ISBN:
978-3-9522952-2-9
Suchbegriffe:
Prosa
Kurzbiographie:
In den Dörfern Oberägyptens glaubt man, dass die Seele eines jüngeren Zwillings jede Nacht in den Körper einer Katze schlüpft. Deshalb wird dieses Kind »Kater« genannt. Nachts wird es allein in ein Zimmer gesperrt, die Türen werden sorgfältig verschlossen, niemand darf sich ihm nähern, damit die Seele am nächsten Tag wieder in den Körper des Kindes zurückkehren kann. Es heißt, dass die Seele das Kind nur dort wieder finden kann, wo sie es zuvor schlafend zurückgelassen hat, andernfalls wird das Kind sterben.
Der Autor verwendet dieses Thema, um auf vergessene Welten in den Dörfern Oberägyptens aufmerksam zu machen. Er zeigt Szenen aus dem Alltag und gewährt – nicht ohne Ironie – Einblicke in die Enge der dörflichen Gesellschaft, fern der allgemein verbreiteten und verklärten Vorstellung, diese Welt sei ein Ort der intakten Werte und gelebten Ideale.
Das Auge des Katers ist der Schlüssel zu einer Welt voller Intrigen, Versuchungen und Auseinandersetzungen, die weitgehend für die Rückständigkeit dieser Gegend verantwortlich sind.
Bemerkungen:
Das Auge des Katers, Lisan Verlag 2006