Jahr Publikation:
Lisan Verlag, Basel (2006)
ISBN:
ISBN 978-3-9522952-0-5
Suchbegriffe:
Prosa
Kurzbiographie:
Mustafa Zikri ist einer der wichtigsten Vertreter der so genannten »Generation der 90er Jahre« aus Ägypten, zu der auch Autoren wie Miral al-Tahawi, Majj al-Tilmissani, Nura Amin, Muntassir al-Qaffasch, Adil Ismat und Husni Hassan gehören. Charakteristisch für die »Generation der 90er Jahre« ist ihr eigenwilliger Umgang mit der Sprache, ein von der Komplexität und Widersprüchlichkeit des Ichs geprägter Subjektivismus, sowie die Sympathie mit den unteren Gesellschaftsschichten in den Elendsvierteln Kairos. Auf überraschend unbefangene, direkte Weise brechen sie Tabus, die zuvor noch als unantastbar galten.
In Viel Lärm um ein gotisches Labyrinth gerät der Ich-Erzähler versehentlich in eine Schlägerei und landet mit einer Schnittwunde im Krankenhaus von Helwan, einem Stadtteil von Kairo. Dort allein gelassen wird eine Fülle ungewöhnlich kühner Gedanken freigesetzt. Er verliert sich in einem Labyrinth der Sprache und der Literatur. Ein Telefongespräch mit Jorge Luis Borges, eine Vision von der badenden Nofretete und eine fröhliche Krankenschwester hinterlassen bei ihm das Gefühl von Versäumnissen in der Kindheit und von Schwäche gegenüber einer bildungsmäßig unterlegenen, sprachlich aber überlegenen Gesellschaftsschicht, von der er sich gleichzeitig angezogen und abgestoßen fühlt.
Bemerkungen:
Viel Lärm um ein gotisches Labyrinth