Ibtisam al-Mu’alla

Die Biographie des Mädchens, das ...

1
Sie war fast fünf, als sie einen beinahe aufgebrauchten Bleistift in einer kleinen Grube seiner Länge begrub und Erde daraufschüttete, die sie mit frischem Wasser befeuchtete.
Über eine Woche lang fuhr sie fort, den Flecken zu gießen, aber der Stiftebaum trug nur in ihren nächtlichen Träumen Früchte. Wenn dann der nächste Morgen kam, wurde sie rot vor Enttäuschung und beklagte sich bei ihrer Mutter. Bei ihrer Mutter, die die Nachricht unter den Nachbarinnen verbreitete, worauf diese aus tiefstem Herzen über das Mädchen lachten, das so zuckersüß war.
Von diesem Tag an beschloss das Mädchen, alles im Geheimen zu machen und niemandem ihre Träume preiszugeben!

2

Sie fühlte etwas, das dem Schmerz glich, den ein Stachel im Körper hinterlässt.
Sie bereute, dass sie ihm vor allen ins Gesicht geschrien hatte, mitten im Spiel. Die Stimme in ihrem Innern, ihr Gewissen, tadelte sie streng. Sie beschloss, die trennende Straße zu überqueren und an seine Haustür zu klopfen, um ihm ihre Freundschaft gegen die anderen Kinder anzubieten – gegen jene, die über seine Schwächlichkeit spotteten.
»Meine Mutter ist krank«, sagte er und schloss die Tür vor ihrer Nase – mit schamloser Gelassenheit. Und sie spürte ihr Herz
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Sie weinte, weil er nicht mit ihr sprechen wollte.
Zu Hause angekommen bereute sie ihr Verhalten noch immer. Sie zeichnete ihn und sperrte sein Gesicht in ein enges Dreieck. ( ... )