Lisan Verlag
Dr. Hassan Hammad
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Trunkenheit
1
So begann mein Tag:
Ein Augenblick der Liebe, der mich mit dem Himmel vereinte, mit der Sonne, die das Meer wie einen Rock trug, mit dem sie ihr verschämtes Licht bedeckte. Und in Vollendung dieses Augenblicks spürte ich, wie die Welle in meinen Körper eindrang, als wolle sie mit mir eins werden.
Ich weiß nicht, wann diese Flut kam, es waren wohl Stunden der Versunkenheit vergangen …
Ich lächelte liebevoll und bewegte mich, drehte der Sonne den Rücken zu, wollte später wieder zu ihr zurückkehren, wir waren noch nicht am Ende dieser Liebe und würden es nie sein.
Aber dann!
Das Meer war nicht freundlich, es bedeckte bereits eine größere Fläche des Strandes. Schon konnte ihn nicht mehr sehen!
Ich versuchte, meine Finger in den Sand zu graben, um die Strecke schneller zurücklegen zu können, aber … da war gar nichts, in das ich meine Finger hätte graben können!
Da war nur dieses Blau.
Und selbst das Blau wurde dunkler und tiefer!
Als ertränke ich.
Aber ich ertrank wirklich, schon ging mir das Wasser bis zur Hüfte.
…
Ich wollte meine Augen schließen und schnell wieder öffnen, vielleicht trieb der Himmel einfach nur seine Späße mit mir.
Es ist gar nicht lustig, dass du mich hier ertrinken lässt!
Und auch nicht, dass du mit der Farbe der Sonne Unfug treibst!
Und schon gar nicht, dass du das Ufer von mir entfernst!
Du wirst mich nicht zur Liebe verführen, wenn ich ganz nass und gefesselt bin und meine Hände nicht bewegen kann.
Himmel, versuchst du, mir meine Freiheit zu rauben?
...